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Politik, die krank macht

von Paul Lahninger

Im Stress einer Konflikt-Eskalation neigen Menschen dazu, manche ihrer Werte zu vergessen. So kann es sein, dass abwertend und verletzend wird, wer sich sonst um Toleranz und Respekt bemüht.

Dieses Phänomen lässt sich derzeit vielseitig beobachten. Wir befinden uns im Dauerstress einer bald 2-jährigen Beschallung mit einem Bedrohungsszenario, wir erleben vielfache Verunsicherung und ein Hin und Her an Einschränkungen sowie immer extremere Winkelzüge unserer Regierung. Sie macht 100 Milliarden für Corona locker, während Steuereinnahmen massiv sinken. Arbeitslosigkeit, Rezension, Inflation, ein kaputt gespartes Gesundheitswesen und eine lange Reihe anderer Probleme werden offensichtlich in Kauf genommen.

In dieser Megakrise wird es immer schwieriger mit Menschen zu reden, die eine etwas andere Sicht auf die Ereignisse haben. Dauerspannung und Zukunftsängste befeuern Eskalation. So erlebe ich, dass Menschen, die grundsätzlich für Eigenverantwortung und Toleranz in einer offenen Gesellschaft eintreten, autoritäre Regierungsmaßnahmen und die Verletzung von Grundrechten befürworten. Menschen, denen bekannt ist, dass unser Immunsystem wesentlich durch die Psyche beeinflusst wird, vergessen diesen Zusammenhang, wenn es um Corona geht. Kritisch Denkende höre ich unkritisch nachbeten, was Regierung und Medien uns glauben machen, etwa, dass Nicht-Geimpfte ausgegrenzt werden müssen und selber schuld wären an der Ausgrenzung.

Neben dem Skandal einer Politik, die sich anmaßt, Menschen zu stigmatisieren und auszugrenzen, finde ich es alarmierend, wie wenig Widerstand es gegen diese Unmenschlichkeit gibt und wie selbstverständlich diese autoritären Verordnungen von vielen umgesetzt werden. Ich bin überzeugt, dass diese Politik krank macht und zutiefst besorgt, dass sie wie ein böser Virus Zusammenhalt und Lebensqualität zerstört.

Paul Lahninger,

ist Autor und Coach. Er lebt in Salzburg.

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